Archiv für die Kategorie ‘Economy/ Wirtschaft’

Autokauf

Veröffentlicht: Juni 20, 2010 in Economy/ Wirtschaft

Wir haben unseren Samstag auf der Suche nach einem Auto verbracht. Angesichts der unzaehlbaren Schlagloecher auf den Strassen, welche teilweise einen halben Meter tief sind und der ziemlich aggressiven Fahrweise vieler ugandischer Fahrer, suchen wir nach einem Allradfahrzeug; und angesichts der Werkstattsituation und der Frage von Ersatzteilbeschaffung, kommt nur ein Toyota in Frage; alles andere laedt nur zu Stress ein.

Uns waren die Preise nicht unbekannt, man spricht ja mit Freunden darueber. Dennoch fand ich es dann schon ganz schoen schockierend, total abgewrackte Kisten von den Haendlern fuer 10,000 US$; und die „besseren“ Fahrzeuge fuer 15,000 US$, angeboten zu bekommen. (mehr …)

Advertisements

Wie passt das zusammen? Fruchtbare Äcker im Hungerstaat; Putzdienste, die Gehwege reinigen; bittere Armut trotz enormer Bodenschätze. Die Widersprüche Afrikas zeigt Moderatorin Marietta Slomka in einer SPIEGEL-TV-Dokumentation fürs ZDF. Interview mit der Moderatorin in Spiegel Online, 14.6.2010

Afrikas Schätze im ZDF
Dienstag, 15.6. 23:15 „Safari und Savanne“
Donnerstag, 17.6. 23:15 „Schwarzes Gold und rote Erde“

Kann bitte jemand die beiden Sendungen fuer mich aufnehmen? Wir koennen kein ZDF hier in Uganda empfangen. Ich hoffe doch sehr, dass nicht alle Fussball schauen…

Liebe, treue Leser! Ich bitte wirklich sehr um Kommentare, auf dem Blog, und weniger per Email oder am Telefon!

Werbung auf ugandisch

Veröffentlicht: Juni 13, 2010 in Economy/ Wirtschaft

OMO advert

Das Foto mit der OMO Werbung ist kein Shop, wo man Waschpulver kaufen kann; wahrscheinlich kann man im Umkreis von 5km kein OMO Waschpulver kaufen, falls man welches haben moechte.

Das Haus auf dem Foto ist ein normales Wohnhaus, wo die Fassade abgeblaettert war, und OMO dessen Renovierung uebernommen hat (nur aussen! und nur die sichtbare Strassenseite!), und als Gegenleistung sein Logo draufgemalt hat. Werbung fuer OMO; vielleicht so 15m x 10m gross, wenn nicht groesser. Ich habe nicht nachgemessen. (mehr …)

Markt und Bedarf in Uganda

Veröffentlicht: Mai 14, 2010 in Economy/ Wirtschaft

In Uganda, so wird gesagt, gaebe es keine Marktnichen, sondern nur Marktloecher! Wir haben gestern Abend mal gebrainstormt, und hier sind einige Ideen aufgeschrieben.

Es gibt eine schier unueberschaubare Zahl an Kirchen fuer die Reinigung der Seele, aber keinen einzigen Waschsalon fuer die Reinigung von Kleidung, weder in Kampala noch irgendwo im ganzen Land, wo man seine Sachen zum Waschen bringen kann. 30 Millionen Menschen im gesamten Land waschen ihre Kleidung per Handwaesche, obwohl es landesweit (zumindest in den groesseren Staedten) Elektrizitaet und Wasser gibt. Nur in Expat-Haushalten findet sich hin und wieder mal eine Waschmaschine. (mehr …)

Ueber Afrika findet man in Europa, und wahrscheinlich in der gesamten anderen Welt, meist nur Negativschlagzeilen in den Medien, wie beispielsweise folgende Artikel letzter Woche: Aus Aberglauben 71 Albinos in Kenia und Burundi getötet oder Zwei ägyptische Blauhelme im Sudan getötet oder Virus aus Afrika erstmals in Deutschland entdeckt. Die andere Alternative sind Artikel ueber Hilfsprojekte wie Mit ihrem Konzert unterstützt die Singgemeinschaft Endingen ein Hilfsprojekt für Kinder oder Vierbeiner impfen – Afrika helfen oder Viele gute Taten für Waisen in Afrika.

Mit der Flut von solchen News ist es kein Wunder, dass die allgemeine oeffentliche Meinung von Afrika eine ganz andere ist, als was man hier dann wirklich vorfindet (wie wunderschoene Landschaften, freundliche Menschen, explodierende Wirtschaft, vernuenftiges Strassennetz, sicheres Leben, internationale Schulen) – wenn man sich ueberhaupt traut, diesen „gefaehrlichen“ Kontinent dann doch mal zu bereisen. Und das Eigenartige an der Sache ist, dass wir selbst, also diejenigen, die hier leben und das eigentlich besser wissen sollten, zu diesem falschen Bild immer weiter mit beitragen. (mehr …)

Ugander lieben es schick

Veröffentlicht: Mai 9, 2010 in Economy/ Wirtschaft

Women in Kampala town

Ich war noch nie in einem Land, in welchem so viele Menschen auf der Strasse in Anzuegen rumlaufen und in „Sonntagskleidern“. Wenn ich so darueber nachdenke, habe ich bisher noch keinen Ugander getroffen, der nicht Wert auf gutes Aussehen legt. Egal ob man Geld hat oder nicht; gut gekleidet sein ist ein Muss. Nicht nur auf Arbeit und im Oeffentlichen, auch zu Hause, im Privaten. Es gehoert zur ugandischen Kultur, sich schick und geschmackvoll anzuziehen, gut auszusehen, und sich zurechtzumachen.

Woher diese Tradition kommt, weiss ich nicht wirklich. Vielleicht von der Kollonialzeit, um von den Englaendern besser wahrgenommen zu werden? Oder ist es der (un)bewusste Kampf, sich von der eigenen Armut abzugrenzen? Denn man lebt oftmals in auesserst einfachen Huetten, wenn nicht gar Slums, oftmals in grossen Familien auf engstem Raum. (mehr …)

Wirtschaftswunder Ostafrika…

Veröffentlicht: Januar 21, 2010 in Economy/ Wirtschaft

Lesenswert:
Kenia erlebt ein Handy-Wirtschaftswunder (Spiegel, 10.01.2010)
Es begann als kleine Innovation im Ostafrika und wird Geschäftsmodell für die ganze Welt: Geldüberweisungen per Mobiltelefon boomen…

Auch manch‘ andere Branche boomt hier; internationale Firmen fahren fantastische Gewinne ein, Geschaefte sind hier wesentlich lukrativer als in „entwickelten“ Laendern – kaum Konkurrenz und unbearbeitete Maerkte… mein Mann betreut 34 Grosskunden, wo er in England bereits Luftspruenge gemacht haette, wenn er ein oder zwei davon im Portfolio gehabt haette.. ich schreibe mehr dazu, wenn ich die Zeit dazu finde…

Ketten aus Papier… Business Idee…

Veröffentlicht: Januar 7, 2010 in Economy/ Wirtschaft

Hier ein paar Fotos von, meiner Meinung nach, unglaublich schoenen Ketten; sie werden in Heimarbeit von Frauen aus gerolltem Altpapier gemacht und das Ergebnis sieht einfach edel aus… ich habe in Europa noch nie jemanden solche Ketten tragen sehen und ich denke, dass da ein Markt da sein koennte… sie sehen edel und teuer aus und passen zu vielen Anlaessen…

Uganda, wie wahrscheinlich die meisten, wenn nicht alle, Entwicklungslaender, hat das Problem, dass sie von Gebergeldern abhaengig sind. Hunderte internationale Entwicklungsorganisationen pumpen seit Jahrzehnten Geld ins Land und um ehrlich zu sein, (mehr …)