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Veröffentlicht: Januar 7, 2010 in Environment/ Rahmenbedingungen

7.12.2009: Heute mal wieder ein Lebenszeichen aus dem sommerlichen und wie immer heissen Kampala… Weihnachten verbringen wir unter Palmen und mit Gartenarbeit… aber leider sind nicht alle Nachrichten so schoen sonnig aus Kampala… hier ein kurzer Beitrag zu einem heiss umstrittenen Thema, gerade ganz aktuell in Uganda und vielleicht mit Konsequenzen fuer Uganda (und auch fuer unsere Arbeit hier)…
Uganda ist dabei ein voellig ueberzogenes Gesetz gegen Homosexualitaet zu erlassen; es reicht denen nicht, dass hier bereits ein Gesetz da ist, welches Homosexualitaet als illegal stempelt und mit Gefaengnisstrafen verfolgt, der neue Gesetzesentwurf sieht nun Todesstrafe vor – und jedermann muss nun jedermann melden, der homosexuell ist; es reicht, wenn man jemanden kennt (oder zu kennen glaubt). Hausbesitzer machen sich strafbar, wenn sie an Homosexuelle vermieten….

Schweden hat bereits angekuendigt, jegliche Entwicklungshilfe aus dem Land rauszuziehen, sollte dieses Gesetz durchs Parlament durchgehen; mein Mann vermutet, dass England da wahrscheinlich auch so reagieren wird; Deutschland “prueft” Streichung von Hilfen…

Wir fragen uns, wie soll ein Mann/ Frau nachweisen, dass sie nicht homosexuell sind??? Wenn jemand meinen Mann belasten wuerde, wie koennte er nachweisen, dass das nicht stimmt? Muessen wir von nun an Tagebuch ueber unsere sexuellen Aktivitaeten fuehren, um im Zweifelsfalle einen Nachweis liefern zu koennen? Vielleicht noch besser – heterosexuellen Sex in der Oeffentlichkeit bzw. vor den Augen unserer Hausangestellten?

Gilt das Gesetz auch fuer uns Expatriats? Werden international Organisationen in Zukunft bei der Einstellung von Mitarbeitern deren sexuelle Ausrichtung erfragen muessen?

Dieses Gesetz oeffnet Tuer und Tor fuer Verfolgung und Wegschliessen eines jeden, der nicht ins System passt und den Wahlen 2011 im Wege steht… schnell mal jemanden belasten und dann wegschliessen, auf ungewisse Zeit… Todesstrafe ist noch besser – Schweigen fuer immer!

Hier in der Presse wird der Gesetzesentwurf emotional diskutiert; auch ein paar negative Stimmen duerfen zu Wort kommen, aber wir muessen abwarten, was rauskommt…

Guardian 20.11.2009
Under the anti-homosexuality bill, now going through parliament, anyone repeatedly „caught“ having sex with someone of the same sex faces the death penalty, while people who touch each other in a „gay way“ could be jailed.

AssociatedContent 30.11.2009
Analysis: Why the United Nations Can’t Get Involved with Ugandan Anti-Homosexual Legislation
The United Nations is bound to act on any legislation or governmental action that could possibly lead to genocide. One of the reasons for the formation of the United Nations was to protect the world from the horrors of genocide. The problem that human rights organizations are facing right now over the anti-homosexual legislation in Uganda is that the United Nations‘ hands are tied, and it cannot get involved.
WARUM????

Daily Monitor
Sweden to cut aid to Uganda over anti-gay law

Handelsblatt 4.12.2009
Regierung prüft Streichung von Hilfen für Uganda

Newspoint 3.12.2009
Todesstrafe für Schwule und Lesben

Originaler Text – Email an Freunde am 7.12.2009

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